Fernkälte ist in Ulm längst Realität, aber bisher vor allem auf dem Eselsberg. Die Fernwärme Ulm beliefert Science Park II und III über ein Leitungsnetz. Angeschlossen sind unter anderem das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung sowie weitere Forschungs- und Entwicklungsstandorte.
Erzeugt wird die Kälte bisher in der Technischen Versorgungszentrale der Universität Ulm. Der Vertrag mit der FUG läuft 2036 aus. Die Universität hat der Stadt zufolge mitgeteilt, dass sie die Kapazität dann selbst für Forschung, Lehre und medizinische Versorgung braucht.
Mit den Hitzephasen gewinnt daher die Frage an Gewicht, ob ein Kältenetz auch andere Stadtteile versorgen könnte. Dafür spricht der mögliche Nutzen für weitere Quartiere. Vorrang hat in der bisherigen Planung jedoch die Versorgungssicherheit auf dem Eselsberg.
Die FUG plant seit 2023 eine eigene Kältezentrale in der Wilhelm-Runge-Straße. Sie soll das bestehende Netz stärken und eine zweite, von der Uni unabhängige Erzeugung schaffen. Laut Vorlage bekundeten Bundeswehrkrankenhaus und Universitätsklinikum Interesse. Nötig sind noch Zustimmung für Fläche und Leitung.


