Ueberschrift: Viele lokale Exchange-Server in Deutschland weiter ungeschützt
Rund 85 Prozent der in Deutschland erreichbaren, selbst betriebenen Microsoft-Exchange-Server sind laut CERT-Bund noch angreifbar. Betroffen ist die Sicherheitslücke CVE-2026-62911.
Microsoft stellte am 11. August Updates bereit. Für die Lücke ist ein Demonstrationscode öffentlich verfügbar. Das erhöht das Risiko, dass Angreifer nicht aktualisierte Systeme ausnutzen. Sicherheitsforscher zufolge kann die Schwachstelle Schutzmechanismen bei der Anmeldung umgehen und Rechte im Netzwerk ausweiten.
Für Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen in Ulm und der Region ist die Meldung relevant, wenn sie einen eigenen Exchange-Server betreiben. Die Zahl bezieht sich nur auf lokale Systeme und erlaubt keine Aussage über cloudbetriebene E-Mail-Dienste.
Betreiber sollten Updates einspielen und prüfen, ob ihre Installation noch unterstützt wird. Für Exchange Server 2016 und 2019 endete der reguläre Support. Sicherheitsupdates gibt es nur unter bestimmten Bedingungen weiter. Das BSI empfiehlt zudem, den Zugriff auf webbasierte Exchange-Dienste auf vertrauenswürdige Adressen zu beschränken oder per VPN abzusichern.


