UniCredit hat von der Europäischen Zentralbank die Erlaubnis erhalten, ihren Anteil an der Commerzbank über 30 Prozent zu steigern. Nach weiteren Genehmigungen und Bedingungen will die italienische Großbank auf rund 50 Prozent der Stimmrechte kommen und die Kontrolle übernehmen. Der endgültige Vollzug steht noch aus.
UniCredit meldete nach ihrem Tauschangebot und bereits gehaltenen Anteilen Zugriff auf 47,59 Prozent des Commerzbank-Kapitals. Das entspricht nach Angaben des Konzerns 49,65 Prozent der Stimmrechte. Die Commerzbank und die Bundesregierung hatten die Pläne lange abgelehnt. Zuletzt nahmen beide Banken Gespräche über einen Zusammenschluss auf.
Befürworter erwarten von einer größeren europäischen Bank mehr Kapitalstärke und bessere Vernetzung. Kritiker warnen dagegen vor weniger Einfluss in Deutschland, möglichem Stellenabbau und Risiken für den Finanzplatz.
Für Kundinnen, Kunden und Unternehmen in Ulm und Umgebung ist vor allem wichtig, ob sich später Angebote, Ansprechpartner oder Kreditentscheidungen ändern. Konkrete Änderungen wurden in den aktuellen Mitteilungen nicht genannt. Entscheidend bleibt, welche Auflagen noch folgen und wie UniCredit und Commerzbank ihre Gespräche fortsetzen.


