Die neue EU-Verpackungsverordnung wird in Ulm unterschiedlich bewertet. Die IHK Ulm sieht bei den seit 12. August geltenden Regeln vor allem zusätzlichen Aufwand. Sie verweist auf neue Pflichten und teils ungeklärte Fragen bei Zuständigkeiten entlang der Lieferkette.
Das Ulmer Unternehmen Seeberger hält die Vorgaben dagegen grundsätzlich für sinnvoll. Nach Angaben der SWP passt die Firma ihre Verpackungen bereits seit sechs Jahren an die nun geltenden Regeln an. Zugleich fordert sie Rücksicht auf Betriebe, die bei der Umstellung noch vor großen Aufgaben stehen.
Die Verordnung ersetzt die bisherige EU-Richtlinie. Sie soll Verpackungsabfälle verringern, Wiederverwendung und Recycling stärken sowie die Regeln im Binnenmarkt vereinheitlichen. Für Unternehmen ist wichtig, welche Rolle sie bei Herstellung, Befüllung, Import oder Vertrieb einer Verpackung einnehmen. Davon können Nachweis-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten abhängen.
Die IHK kritisiert die Gefahr wachsender Bürokratie. Die EU-Kommission verweist dagegen auf gemeinsame Vorgaben, die langfristig mehr Rechtssicherheit schaffen sollen. Weitere Anforderungen, etwa zu Recycling und Mehrweg, greifen schrittweise bis 2030.


