Die Wechseljahre verändern den Körper womöglich nicht nur schrittweise. Eine Studie in „Nature Medicine“ zeigt, dass sich zahlreiche Laborwerte rund um die letzte Regelblutung teils sprunghaft verschieben.
Das Forschungsteam wertete mehr als 300 Millionen Laboruntersuchungen von über einer Million Frauen aus den USA und Israel aus. Betroffen waren unter anderem Hormone, Knochenstoffwechsel, Leber, Nieren und Blutfette. Bei Männern gleichen Alters fanden die Forschenden kein vergleichbares Muster.
Hinweise auf Veränderungen bei Sexualhormonen zeigten sich der Auswertung zufolge schon mehr als zehn Jahre vor der Menopause. Nach der letzten Regelblutung nahmen bei mehreren gesundheitlichen Problemen die Häufigkeiten stärker zu, etwa bei Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bei Frauen mit einer Hormontherapie fielen die Veränderungen in den Daten weniger deutlich aus. Die Studie kann aber nicht belegen, dass die Therapie dafür verantwortlich ist. Sie beruht auf rückblickend ausgewerteten Daten und teils auf eigenen Angaben zur Menopause. Für Betroffene unterstreichen die Ergebnisse, neue oder belastende Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.


