Union und SPD wollen die Tabaksteuer ab 2027 stärker anheben als bisher vorgesehen. Für eine Packung mit 20 Zigaretten wird im Durchschnitt ein Preis von 9,10 Euro erwartet; derzeit sind es rund 8 Euro. Bis 2030 könnte der Durchschnittspreis auf 11,78 Euro steigen. Auch Feinschnitt soll stärker belastet werden.
Die Bundesregierung hatte im Juli bereits jährliche Erhöhungen bis 2030 auf den Weg gebracht. Ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen sieht nun höhere Sätze vor. Er soll weiter im Parlament beraten werden. Der Bund setzt auf zusätzliche Einnahmen für den Haushalt.
Befürworter verweisen zudem auf den Gesundheitsschutz. Höhere Preise könnten den Tabakkonsum senken und Folgekosten verringern. Kritiker befürchten dagegen eine stärkere Belastung für Raucher. Sie warnen auch davor, dass Käufer auf billigere oder illegale Angebote ausweichen könnten. Dann könnten die erwarteten Einnahmen geringer ausfallen.
Für Raucherinnen und Raucher in Ulm und der Region hätte die bundesweite Regelung dieselbe Folge wie im übrigen Deutschland: Tabakwaren dürften ab 2027 spürbar teurer werden, falls das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen wird.


