Audi hat am Standort Neckarsulm eine in der Zukunftsvereinbarung vorgesehene Krisenklausel aktiviert. Der Autobauer will nun mit Betriebsrat und IG Metall über weitere Einsparungen sprechen. Für Ulm und Umgebung sind bislang keine konkreten Folgen bekannt; betroffen ist zunächst das Werk in Neckarsulm.
Die Regelung greift, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen deutlich verschlechtern. Audi-Chef Gernot Döllner begründet den Schritt mit der Krise des Unternehmens. Nach seiner Darstellung müssen Kosten sinken, zugleich seien Investitionen nötig, um den Standort langfristig zu sichern.
Die Beschäftigungssicherung wurde erst im März 2025 bis zum 31. Dezember 2033 verlängert. Sie schließt betriebsbedingte Kündigungen aus. Der Betriebsrat betont, über solche Kündigungen vor 2033 werde nicht verhandelt. Er prüft nach eigenen Angaben zunächst, ob die Voraussetzungen für die Klausel überhaupt erfüllt sind.
In den Gesprächen kann es damit vor allem um Stellenabbau und Arbeitsbedingungen gehen. Bereits vereinbart ist ein sozialverträglicher Abbau von rund 7.500 Stellen bis 2029. Wie die neuen Verhandlungen ausgehen, ist offen.


