Die Hitze dieses Sommers hat die Kliniken in der Region Ulm merklich belastet. Nach Recherchen der Südwest Presse kamen an heißen Tagen mehr Patientinnen und Patienten als üblich in die Häuser. Eine genaue Zahl hitzebedingter Todesfälle für Ulm und das Umland nennt der Bericht nicht.
Baden-Württemberg gehört bei den RKI-Schätzungen zu den besonders betroffenen Ländern. Bis zum 19. Juli errechnete das Institut 1.870 hitzebedingte Todesfälle im Land, 16,6 je 100.000 Einwohner. Höhere Werte je Einwohner hatten damals nur Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen.
Die Werte sind nicht mit amtlich festgestellten Todesursachen gleichzusetzen. Hitze steht laut RKI meist nicht auf dem Totenschein. Häufig verschärft sie bestehende Erkrankungen. Das Institut ermittelt die Zahl deshalb mit einem Modell aus Sterbefall- und Wetterdaten. Besonders viele der bundesweit geschätzten Fälle betreffen Menschen ab 75 Jahren.
Das RKI aktualisiert seine Auswertungen während des Sommers wöchentlich. Nachmeldungen können die jüngsten Zahlen noch verändern.


