Eine Verivox-Auswertung sieht Deutschland bei den Haushaltsstrompreisen an der Spitze der G20: Im zweiten Quartal 2026 kostete eine Kilowattstunde im Schnitt 35,6 Cent. Der G20-Durchschnitt lag bei 16,3 Cent. Italien folgte mit 34,5 Cent, Großbritannien mit 32,4 Cent. Die Daten stammen vom Dienst Global Petrol Prices.
Für Menschen in Ulm und Umgebung ist das eine bundesweite Einordnung, kein Tarifwert für die Region. Was auf der Rechnung steht, hängt weiter von Verbrauch, Vertrag und Netzgebiet ab. Auf Unternehmen lässt sich der Vergleich nur begrenzt übertragen, weil für sie teils andere Entlastungen gelten.
Verivox führt mehr als 60 Prozent des Haushaltspreises auf Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte zurück. Kritiker verlangen deshalb niedrigere Belastungen und eine Politik, die günstige Energie stärker in den Mittelpunkt stellt.
Andere verweisen darauf, dass Umbau und Ausbau der Stromnetze hohe Investitionen erfordern und die Versorgung sichern sollen. Die Bundesnetzagentur arbeitet an einer neuen Systematik für Netzentgelte. Wie Kosten dauerhaft sinken können, bleibt damit ein zentraler Streitpunkt der Energiepolitik.


