BioNTech schließt seine Produktionsstandorte in Tübingen, Marburg und Idar-Oberstein, nachdem die Suche nach Käufern ohne Ergebnis geblieben ist. Nach Unternehmensangaben sind rund 1.800 Beschäftigte betroffen. In Tübingen soll Ende 2027 Schluss sein, in Marburg Anfang 2028 und in Idar-Oberstein Ende 2028.
Das Mainzer Unternehmen begründet den Schritt mit geringer werdender Auslastung und Überkapazitäten. Es will Geld und Kapazitäten auf die Entwicklung weiterer Arzneimittel konzentrieren und bis 2030 mehrere Produkte am Markt haben. Bereits im Mai hatte BioNTech weltweit bis zu 1.860 betroffene Stellen genannt.
Der Umbau stößt auf Kritik. Die IG BCE hatte dem Unternehmen mangelnde Transparenz bei der Suche nach Investoren vorgeworfen. Für die Belegschaften und die betroffenen Städte geht es um Arbeitsplätze und wirtschaftliche Folgen. BioNTech verweist auf zusätzliche Abfindungsbedingungen, die mit dem Konzernbetriebsrat vereinbart wurden.
Für Ulm und Umgebung ist vor allem relevant: In Baden-Württemberg trifft die Entscheidung den früheren CureVac-Standort in Tübingen. Einen BioNTech-Standort in Ulm nennt der Konzern in seinen Schließungsplänen nicht.


