Ulm will die Gebühren der Stadtbibliothek zum 1. Januar 2027 anheben. Nach dem Votum des Fachbereichsausschusses Kultur vom 6. November steht die neue Satzung am 18. November im Gemeinderat auf der Tagesordnung.
Der Jahresausweis für Erwachsene soll von 30 auf 35 Euro steigen. Ermäßigte Nutzergruppen wie Auszubildende, Studierende und schwerbehinderte Menschen würden künftig 17,50 statt 15 Euro zahlen. Für verspätet zurückgebrachte Medien sind 50 Cent je Medium und Tag vorgesehen, bisher sind es 30 Cent.
Die Stadt will damit ihren Haushalt entlasten. Nach Angaben der Bibliotheksleitung sollen die höheren Gebühren jährlich rund 39.000 Euro zusätzlich bringen. Weitere Einsparungen innerhalb der Einrichtung sind geplant. Befürworter sehen darin einen Beitrag, Kosten zumindest teilweise über Gebühren zu decken.
Kritik richtet sich gegen mögliche neue Hürden beim Zugang zu Büchern, Medien und Bildungsangeboten. Die kostenlose Nutzung soll jedoch für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie für mehrere sozial berechtigte Gruppen und Inhaber der Lobbycard bestehen bleiben. Der Gemeinderat entscheidet am 18. November über die Regelung.


