Ueberschrift: Schaeffler plant weiteren Abbau und vier Standortschließungen
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler plant weiteren Stellenabbau in Europa. Netto sollen 3.460 Arbeitsplätze wegfallen, rund 2.660 davon in Deutschland. Vier deutsche Standorte sollen schließen: Dortmund, Morbach, Berlin und Schwalbach. Insgesamt betrifft das Programm 16 Standorte in Europa.
Der Konzern begründet den Schritt mit Überkapazitäten, schwächerer Nachfrage nach Verbrennertechnik und einem langsamer als erwarteten Wachstum bei Elektroautos. Schaeffler will Personalkosten senken und die Organisation vereinfachen. Ab 2030 erwartet das Unternehmen jährlich rund 300 Millionen Euro Ergebnisverbesserung. Für den Umbau plant es einmalige Kosten von etwa 480 Millionen Euro ein.
Schaeffler kündigte eine sozialverträgliche Umsetzung im Austausch mit Arbeitnehmervertretungen an. Für Beschäftigte geht es um Arbeitsplätze und verlässliche Regelungen für Wechsel, Abfindungen oder Übergänge. Auch Städte und Gemeinden müssen die Folgen der Schließungen bewältigen.
Für Ulm und die Region nennt Schaeffler keinen direkten Standortbezug. Die Entscheidung zeigt aber den anhaltenden Anpassungsdruck in der deutschen Zulieferindustrie.


