Nach bundesweiten Jugendprotesten ist es am Samstagabend in mehreren Städten zu Gewalt gekommen. Besonders in Frankfurt am Main wurden Geschäfte beschädigt und geplündert. Dort bewarfen Gruppen Einsatzkräfte nach Polizeiangaben mit Böllern, Steinen und Flaschen. Mehrere Polizisten wurden verletzt; die Polizei nahm zahlreiche Menschen fest. Auch aus Köln, Berlin, Hamburg und weiteren Städten wurden Zwischenfälle gemeldet.
Zuvor hatten Zehntausende junge Menschen in mehr als 30 Städten weitgehend friedlich demonstriert. Sie forderten unter anderem bessere Bildung, soziale Gerechtigkeit und Entlastung bei hohen Lebenshaltungskosten. Eine Wehrpflicht lehnten sie ab.
Die Initiative „Gen Z regelt“ betont, ihre Kundgebungen seien gewaltfrei geplant gewesen, und grenzt sich von den Ausschreitungen ab. Polizei und Innenpolitiker verweisen dagegen auf Straftaten und prüfen eine mögliche Beteiligung extremistischer Gruppen. In Frankfurt geht das Innenministerium von rund 100 linksextrem motivierten Gewalttätern aus. Wer für die Randale verantwortlich ist, sollen die Ermittlungen klären.


