An der Christoph-Probst-Realschule in Neu-Ulm geben Schülerinnen und Schüler ihre Smartphones seit dem 15. September morgens ab. Die Geräte kommen für den Schultag in gepolsterte, abschließbare Handygaragen und werden vor Unterrichtsende zurückgegeben.
Die Schule will damit Ablenkung aus dem Unterricht nehmen. Private Handynutzung war dort nach eigenen Angaben schon zuvor untersagt. Nun soll das Gerät nicht mehr griffbereit in der Tasche liegen. Die Schulleitung erhofft sich davon mehr Ruhe und Konzentration.
Die Umstellung stößt nicht bei allen Jugendlichen sofort auf Zustimmung. Die Augsburger Allgemeine berichtet von Schülerinnen und Schülern, die den Verzicht zunächst als ungewohnt und einschränkend erleben. Damit steht die Frage im Raum, ob das Einsammeln ein sinnvoller Schutz vor Ablenkung ist oder zu stark in den Alltag eingreift.
Die Realschule betont zugleich, dass digitale Bildung weiter zum Unterricht gehört: In Tabletklassen sollen die Jugendlichen den verantwortlichen Umgang mit digitalen Werkzeugen lernen. Die Schule setzt darauf, dass die neue Regel akzeptiert wird.


