Ueberschrift: Bundeswehr stuft Sabotagerisiko als erheblich ein
Die Bundeswehr bewertet das Risiko möglicher Sabotage gegen Kräfte und Einrichtungen in Deutschland als erheblich. Das erklärte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos auf Anfrage. Grundlage ist laut WDR und Süddeutscher Zeitung eine interne Sicherheitsanalyse.
Ein Drohnenfund nahe des Fliegerhorsts Wunstorf verschärfte demnach die Bewertung. Nach Untersuchungen des Bundeskriminalamts könnte das Gerät rund zwei Jahre dort gelegen haben. Ermittler halten es für möglich, dass Bundeswehrflugzeuge Ziel sein sollten. Russland weist eine Beteiligung an Sabotage und hybriden Angriffen zurück.
Die Bundeswehr will Standorte und Personal vorsorglich stärker absichern, etwa durch mehr Kontrollen, Wachen und technische Überwachung. Für Menschen in Ulm und Umgebung gibt es nach bisher bekannten Angaben keine besonderen Vorgaben; im Mittelpunkt stehen militärische Einrichtungen.
Befürworter verweisen auf Ausspähung und Sabotage als reale Risiken. Kritiker verlangen nachvollziehbare Belege und Maßnahmen, die keine unnötige Zuspitzung auslösen. Der Schutz einzelner Standorte richtet sich nach Lage und Erkenntnissen.


