Ueberschrift: Geplante Notfallzentren vor der Abstimmung
Der Bundestag entscheidet am Donnerstag, 15. Oktober, über eine Reform der Notfallversorgung. Sie soll Patienten mit akuten Beschwerden schneller an die passende Stelle bringen und Notaufnahmen sowie Rettungsdienste entlasten.
Kern des Gesetzentwurfs sind vernetzte Notfallzentren an Krankenhäusern. Notaufnahme, Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigungen und zentrale Ersteinschätzung sollen zusammenarbeiten. Auch 112 und 116117 sollen digital enger verbunden werden. Bei medizinischen Notfällen bleibt der Rettungsdienst zuständig. Andere Fälle könnten Praxen oder Videosprechstunden versorgen.
Für Menschen in Ulm und Umgebung soll bei akuten Beschwerden klarer entschieden werden, ob Notaufnahme, Bereitschaftsdienst oder Rettungswagen der richtige Weg ist. Wie die Vorgaben vor Ort umgesetzt werden, ist offen.
Die Bundesregierung setzt auf bessere Steuerung. Ärzte, Kliniken und Rettungsorganisationen verlangen Änderungen. Sie kritisieren die Finanzierung, warnen vor parallelen Angeboten und Belastungen für Rettungsdienste und Krankenhäuser.
Nach der Debatte stimmt das Parlament über den geänderten Regierungsentwurf und weitere Vorlagen ab.


