Der Tiergarten Ulm plant eine neue Voliere für die drei Aras Jago, Daisy und Chekara. Der zuständige Ausschuss des Gemeinderats gab im Oktober die weitere Planung frei. Nach ersten Schätzungen kostet das Projekt rund 650.000 Euro. Der Förderverein will knapp die Hälfte beitragen.
Die bisherige Anlage bietet laut Tiergarten nur eine kurze Flugstrecke. Hinzu kommen bauliche Mängel wie ein undichtes Dach sowie wenig geeignete Rückzugsmöglichkeiten. Die neue Voliere soll den Vögeln mehr Platz, Bewegung und Schutz bieten. Auch die Versorgung der Tiere soll leichter werden.
Das Vorhaben hat eine grundsätzliche Diskussion über Zoos ausgelöst. Befürworter sehen den Neubau als notwendige Verbesserung für Tiere, die bereits im Tiergarten leben. Sie verweisen darauf, dass die Aras von besseren Haltungsbedingungen profitieren würden.
Kritiker halten dagegen, dass Tiere nicht zur Unterhaltung ausgestellt werden sollten. Aus ihrer Sicht löst auch ein modernes Gehege das grundsätzliche Problem der Gefangenschaft nicht.
Wann gebaut wird, steht noch nicht fest. Zunächst soll die Planung vertieft werden.


