In der Straße von Hormus ist das Containerschiff GFS Pride nach einem Treffer und einem Brand gesunken. Die Schifffahrtsbehörde von Singapur teilte mit, alle 21 Menschen an Bord seien gerettet worden. Verletzte gebe es nicht.
Ein zweites, ebenfalls in Singapur registriertes Containerschiff, die GFS Giselle, wurde nach Behördenangaben am Folgetag von einem unbekannten Geschoss getroffen. Es erlitt Schäden am Rumpf, erreichte aber aus eigener Kraft einen sicheren Ankerplatz. Auch die 22 Menschen an Bord blieben unverletzt.
Wer die Angriffe verübt hat, ist nicht geklärt. Die Behörde in Singapur fordert Schutz für Handelsschiffe und eine Passage nach internationalem Recht. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten getrennt davon, ein Frachter sei nach einer Minenexplosion gesunken, nachdem er eine nicht genehmigte und gefährliche Route genutzt habe. Ob damit die GFS Pride gemeint war, blieb offen.
Die Vorfälle verschärfen die Risiken auf einer wichtigen Route für Handel und Energie. Für Menschen in Ulm und der Region kann eine länger unsichere Durchfahrt indirekt höhere Transport- und Energiepreise bedeuten. Entscheidend ist nun, ob Handelsschiffe die Meerenge wieder sicher passieren können.


