Die Einführung einer Übernachtungssteuer in Ulm bleibt offen. Nach der Beratung im Hauptausschuss deutet sich für die Abstimmung im Gemeinderat am 14. Oktober eine enge Mehrheitslage an. Nach Angaben der Südwest Presse könnte die Stadt mit der Abgabe rund 2,4 Millionen Euro pro Jahr einnehmen. Als möglicher Kompromiss steht ein Start erst 2030 im Raum.
Befürworter betrachten die Steuer als zusätzliche Einnahmequelle für die Stadt. Sie würde bei entgeltlichen Übernachtungen ansetzen und soll den Haushalt stärken.
Gegen die Pläne regt sich Widerstand aus der Beherbergungsbranche und der Wirtschaft. IHK und Hoteliers warnen vor zusätzlichem Verwaltungsaufwand. Sie verweisen zudem auf Neu-Ulm: Weil dort keine vergleichbare Abgabe erhoben wird, fürchten sie Nachteile im Wettbewerb und Ausweichbewegungen von Gästen.
Der Gemeinderat berät die Satzung am Mittwoch. Ob die Abgabe kommt, entscheidet sich dann.


