China und die EU haben sich nach Angaben von EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič darauf verständigt, die Ausfuhren chinesischer Hybrid- und Plug-in-Hybridautos in die EU in den kommenden vier Jahren deutlich zu senken. Nach den Berechnungen der EU könnte sich die Menge damit um mehr als die Hälfte verringern.
Die Vereinbarung ist noch nicht endgültig umgesetzt. Šefčovič will die Details zunächst den EU-Staats- und Regierungschefs vorlegen. Erst danach soll festgelegt werden, mit welchen Regeln das Ziel erreicht wird.
Europäische Hersteller sehen geringere Einfuhren als Entlastung im Wettbewerb. Die EU verweist auf stark gestiegene Importe und will Industrie sowie Arbeitsplätze schützen. Auch für Menschen in Ulm und der Region kann die Entscheidung den Automarkt betreffen: Wie sich Angebot, Auswahl und Preise entwickeln, ist aber offen.
China fordert möglichst niedrige Handelshemmnisse und weist Vorwürfe zurück, für Europas wirtschaftliche Probleme verantwortlich zu sein. Beide Seiten wollen ihre Gespräche fortsetzen. Im Januar ist ein Videotreffen geplant, im März weitere Verhandlungen.


