Der Verkehrsausschuss des Bundestags hat sich für die weitere Planung einer neuen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover ausgesprochen. Die Trasse soll zusätzliche Kapazitäten für Fern-, Regional- und Güterzüge schaffen und die bestehende Verbindung entlasten.
Union, SPD und die Bahn sehen den Neubau als notwendig an. Sie verweisen auf Engpässe im Netz, den Güterverkehr zu den Seehäfen und kürzere Fahrzeiten im Deutschlandtakt. Nach den bisherigen Planungen könnte die Strecke Mitte des Jahrhunderts in Betrieb gehen.
Für Reisende aus Ulm ändert sich kurzfristig nichts. Das Vorhaben ist Teil einer langfristigen Planung für das bundesweite Schienennetz.
In den betroffenen Regionen bleibt der Widerstand groß. Anwohner und Bürgerinitiativen befürchten Lärm, Flächenverbrauch sowie Eingriffe in Orte und Natur. Sie kritisieren auch die Beteiligung im Verfahren und bevorzugen teils einen Ausbau der bestehenden Strecke.
Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag. Danach müssten Trassenverlauf und Genehmigungen weiter ausgearbeitet werden; eine Bürgerbeteiligung ist vorgeschrieben.


