Die Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) haben sich dafür ausgesprochen, die noch offenen Freigaben aus ihren Notölreserven schneller umzusetzen. Wegen der knappen Versorgung mit Diesel sollen dabei, soweit möglich, zunächst Dieselbestände auf den Markt kommen.
Nach IEA-Angaben flossen seit der gemeinsamen Entscheidung vom März bereits rund 325 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte aus Reserven in den Markt. Würden die noch zugesagten Mengen vollständig freigegeben, kämen weitere etwa 100 Millionen Barrel hinzu. Anlass sind anhaltende Störungen der Energieversorgung infolge der Krise an der Straße von Hormus; besonders angespannt ist der Dieselmarkt.
Für Autofahrer und Unternehmen auch in Ulm und Umgebung ist die Entwicklung relevant, weil sie das Dieselangebot auf dem internationalen Markt erhöhen soll. Einen bestimmten Preis an den Tankstellen sichert die Maßnahme jedoch nicht.
Die IEA-Mitglieder verfügen nach Angaben der Agentur weiter über öffentliche Notbestände von rund 1,1 Milliarden Barrel, darunter mehr als 200 Millionen Barrel Diesel. Der IEA-Verwaltungsrat will die Lage bei seinem nächsten regulären Treffen in der kommenden Woche erneut bewerten.


