Eine Jury im US-Bundesstaat New Mexico hat Meta für verantwortlich befunden, Nutzer über den Schutz persönlicher Daten bei Facebook getäuscht zu haben. Der Fall geht auf den Skandal um Cambridge Analytica zurück.
Im Mittelpunkt stand eine Drittanbieter-App, über die Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Profilen gesammelt wurden. Die Informationen gelangten an die inzwischen aufgelöste Firma Cambridge Analytica und dienten nach Angaben zum Verfahren auch der politischen Ansprache von Wählern. Die Klägerseite warf Meta vor, den Nutzern ein falsches Bild davon vermittelt zu haben, wie ihre Daten weitergegeben und geschützt würden.
Über die Höhe einer Geldbuße muss noch ein Richter entscheiden. Die Vertreter des Bundesstaates verlangen die nach Landesrecht mögliche Höchststrafe von 5000 Dollar je Verstoß.
Meta widersprach dem Urteil und kündigte an, sich weiter zu verteidigen. Für Facebook-Nutzer in Deutschland hat das Verfahren zunächst keine unmittelbare Rechtsfolge. Es zeigt aber erneut, wie wichtig verständliche Datenschutzinformationen und überprüfbare Einstellungen bei Online-Plattformen sind.


