Das Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow hat keine Annäherung gebracht. Die beiden trafen sich am Rande der UN-Generaldebatte in New York rund 20 Minuten lang. Es war das erste Treffen auf Außenministerebene seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022.
Wadephul forderte Russland auf, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden und die Spannungen gegenüber Deutschland, Europa und der NATO nicht weiter zu verschärfen. Die Bundesregierung hält zudem an ihrer Unterstützung für die Ukraine fest. Sie macht Moskau für den Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sowie weitere hybride Angriffe verantwortlich. Russland weist diese Vorwürfe zurück.
Lawrow erklärte nach dem Treffen, er habe keinen Fortschritt gesehen. Moskau kritisiert Deutschlands Haltung zur Ukraine und stellt den Nutzen des Gesprächs infrage.
Ob es weitere Kontakte gibt, blieb offen. Wadephul knüpfte sie an die Bereitschaft Russlands zu einem konstruktiven Austausch und zu einem Ende des Krieges. Für Menschen in Ulm und der Region ergibt sich daraus zunächst keine unmittelbare Änderung.


