Die USA, Dänemark und Grönland haben eine Sicherheitsvereinbarung für die Arktis geschlossen. Sie bekräftigt die Hoheit des Königreichs Dänemark sowie das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung. In Kraft tritt sie erst nach den nötigen Beschlüssen der Parlamente in Dänemark und Grönland.
Die USA dürfen ihre bestehende Basis Pituffik ausbauen und zwei weitere Militärstützpunkte errichten. Zudem sollen Staaten außerhalb der NATO sowie Investoren aus Nicht-NATO- und Nicht-EU-Ländern in sicherheitsrelevanten Bereichen weniger Einfluss erhalten. Washington will damit seine Stellung in der Arktis stärken und militärische Präsenz anderer Staaten begrenzen.
Dänemark und Grönland sehen ihre roten Linien nach eigenen Angaben gewahrt. Die Vereinbarung erkenne ihre Souveränität und die Selbstbestimmung an. Kritisch bleibt, wie groß der Einfluss der USA in der Praxis wird: Das Abkommen gilt unbefristet und lässt sich nur im Einvernehmen aller Beteiligten ändern.
Für Deutschland und damit auch für die Region Ulm ist der Vorgang vor allem ein NATO-Thema. Die Vereinbarung soll die Sicherheit im Nordatlantik stärken, wirft aber zugleich Fragen nach dem Gewicht der USA innerhalb des Bündnisses auf.


