Saudi-Arabien hat seine Rohölausfuhren im September nach vorläufigen Daten auf mehr als vier Millionen Barrel täglich erhöht. Im August waren es 2,4 Millionen Barrel pro Tag. Der Anstieg kommt, obwohl die wichtige Ost-West-Pipeline nach Angriffen außer Betrieb ging.
Das Königreich leitet offenbar deutlich mehr Öl über die Straße von Hormus auf Tanker um. Satellitendaten, auf die sich JPMorgan beruft, weisen für die vergangenen sechs Tage im Schnitt 2,9 Millionen Barrel täglich aus. Im August waren es rund 700.000 Barrel.
Die Passage durch die Meerenge bleibt wegen der Lage in der Region riskant; der registrierte Schiffsverkehr ist deutlich geringer als zuvor. Dennoch dämpfen die höheren saudischen Lieferungen Sorgen vor einem noch stärkeren Ausfall am Ölmarkt.
Für Haushalte und Betriebe in Ulm und bundesweit bedeutet das nicht automatisch niedrigere Preise für Kraftstoffe oder Heizöl. Höhere Ausfuhren können den Druck auf die internationalen Ölpreise aber verringern. Wie lange die Pipeline ausfällt und ob die Umleitung stabil bleibt, ist offen.


