Ueberschrift: Ruhestand der Babyboomer verschärft Fachkräftemangel
Der Übergang der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand verändert den Arbeitsmarkt in Deutschland weiter. Laut Statistischem Bundesamt werden bis 2040 rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter überschritten haben. Das sind 30 Prozent der Erwerbspersonen von 2025. Jüngere Jahrgänge können sie nicht vollständig ersetzen.
Es geht um mehr als offene Stellen. Unternehmen verlieren Erfahrung, während Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung mehr Leistungen finanzieren müssen. Die bundesweite Entwicklung betrifft auch Betriebe und Beschäftigte in Ulm und Umgebung: Arbeitsmarktengpässe können die Personalsuche erschweren.
Ein Teil der Debatte setzt auf freiwillig längeres Arbeiten und flexiblere Rentenübergänge. Befürworter erwarten, dass erfahrene Beschäftigte länger im Beruf bleiben. Kritiker lehnen eine pauschale Arbeitszeitverlängerung ab. Sie verweisen auf belastende Berufe und fordern bessere Arbeitsbedingungen, Weiterbildung, mehr Kinderbetreuung und gezielte Einwanderung.
Weitere Hebel sind höhere Produktivität und stärkere Erwerbsbeteiligung. Eine einzelne Maßnahme dürfte die Lücke jedoch nicht schließen.


