Unbekannte haben nahe dem Umspannwerk Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße offenbar versucht, die Stromversorgung zu stören. Nach Angaben der Brandenburger Landesregierung brachten sie leitfähiges Material in Höchstspannungsleitungen, um Kurzschlüsse auszulösen. In zwei Fällen gelang dies.
Einsatzkräfte fanden weitere selbstgebaute Vorrichtungen. Das Ziel sei nach Darstellung der Landesregierung ein großflächiger Stromausfall gewesen. Dazu kam es nicht: Der Netzbetreiber 50Hertz teilte mit, dass die allgemeine Stromversorgung nicht beeinträchtigt war. Auch für Verbraucher in Ulm und Umgebung wurde keine Einschränkung gemeldet.
Über die Anlage wird Strom aus dem Kraftwerk Jänschwalde in das Netz eingespeist und weiterverteilt. Nach Angaben des Betreibers fiel infolge des Vorfalls ein Kraftwerksblock technisch aus.
Wer hinter der Tat steckt und welches Motiv vorliegt, ist offen. Das Landeskriminalamt Brandenburg ermittelt und sucht weiter nach Spuren sowie möglichen Zeugen.


