Die Zahl der Menschen, die in Deutschland wegen eines nicht gerissenen Hirnaneurysmas im Krankenhaus aufgenommen oder behandelt wurden, ist von 2005 bis 2017 auf das 2,3-Fache gestiegen. Das zeigt eine wissenschaftliche Auswertung auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts.
Ein Hirnaneurysma ist eine Ausbuchtung einer Hirnschlagader. Der Anstieg bedeutet nicht automatisch, dass solche Veränderungen tatsächlich häufiger entstehen. Fachleute erklären ihn auch mit mehr und empfindlicheren CT- und MRT-Untersuchungen. Dadurch werden Aneurysmen öfter zufällig entdeckt.
Für Menschen aus Ulm und der Region gilt wie bundesweit: Ein Befund muss einzeln bewertet werden. Viele Aneurysmen bleiben ohne Beschwerden. Behandlung und Kontrollen richten sich unter anderem nach Größe, Lage und persönlichem Risiko. Rauchen und Bluthochdruck erhöhen das Risiko eines Risses. Plötzlich stärkste Kopfschmerzen oder Bewusstseinsstörungen sind ein Notfall.


