Der Sommer 2026 war nach der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes der zweitwärmste seit Beginn der Messreihe 1881. Im Mittel wurden 19,6 Grad erreicht. Wärmer war nur 2003 mit 19,7 Grad. Gegenüber 1961 bis 1990 lag der Wert 3,3 Grad höher.
Rund 22 Tage erreichten bundesweit mindestens 30 Grad, etwa fünf mindestens 35 Grad. Zugleich fielen mit rund 171 Litern je Quadratmeter vergleichsweise wenig Niederschläge. Der DWD ordnet die Hitzewelle Ende Juni als ein Ereignis ein, das ohne den Klimawandel statistisch nicht möglich gewesen wäre.
Für Ulm und Umgebung ist das keine eigene Ortsbilanz. Die bundesweiten Werte zeigen aber, warum Schutz vor Hitze, Umgang mit Trockenheit sowie Vorsorge in Landwirtschaft und Wasserversorgung vor Ort wichtig bleiben. Hitze kann die Gesundheit belasten, Trockenheit Ernten und Wasserhaushalt.
Über die politischen Antworten gibt es Streit. Klimaschutzverbände und Teile der Wissenschaft verlangen schnellere Einsparungen bei Treibhausgasen und mehr Anpassung. Kritiker zusätzlicher Vorgaben verweisen auf Kosten und Belastungen für Betriebe, Kommunen und Verbraucher. Die DWD-Daten sind vorläufig.


