Sachsen-Anhalt hat mit zwei Investoren Absichtserklärungen zur Nutzung der früheren Intel-Fläche in Magdeburg unterzeichnet. Das sagte Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Finanzminister Michael Richter dem Pro-Newsletter Industrie und Handel des Nachrichtenmagazins Politico.
„Wir verhandeln über das Intel-Gelände aktuell mit zwei möglichen Investoren, ein Investor ist FMC. Das andere Unternehmen ist kein Halbleiterhersteller“, sagte Richter. Bei FMC, einem Speicherchip-Start-up aus Dresden, sei die Frage nach den finanziellen Rahmenbedingungen noch offen. Die Investoren müssten Voraussetzungen mitbringen, so Richter. „Bei FMC ist das etwa die Finanzierung.“
Zudem muss das Land die Strom- und Wasserversorgung sicherstellen. Nötig ist eine 380-kV-Leitung sowie ein Wasserwerk an der Elbe, das aktuell geplant wird. „Ab 2028 sind Strom und Wasser von unserer Seite aus für den Standort gesichert“, erklärte Richter. Er geht davon aus, „dass das Unternehmen, das den Zuschlag erhält, dann in zwei bis drei Jahren loslegen kann“.
Das US-Unternehmen Intel hatte im Juli 2025 seine Pläne für eine Fabrik in der Magdeburger Börde abgesagt. Der US-Chipbauer wollte 30 Milliarden Euro investieren, ein Drittel wäre vom Staat gekommen.
Für das Domo-Werk in Leuna liegt bislang wohl noch kein belastbares Übernahmeangebot vor, so Richter. Das Chemieunternehmen meldete Ende 2025 Insolvenz an. Auch die Auffanggesellschaft Leuna-Polyamid wurde im Juni zahlungsunfähig. In Leuna werden Polyamide und Dünger mit Ammoniumsulfat hergestellt. „Wir als Land brauchen eine Entscheidung bis etwa Mitte September“, sagte Richter. Findet sich kein Investor, muss die Anlage heruntergefahren werden.
dts Nachrichtenagentur


