Private Gartenbrunnen sind nicht an die regelmäßige Kontrolle der öffentlichen Wasserversorgung gebunden. Wer das Wasser aus dem eigenen Brunnen auch zum Trinken, Kochen oder für die Zubereitung von Babynahrung nutzt, sollte es daher untersuchen lassen.
Für Nitrat gilt im Trinkwasser ein Grenzwert von 50 Milligramm je Liter. Das Salz gelangt vor allem durch Düngemittel in Boden und Grundwasser. Besonders oberflächennahe Wasserschichten können betroffen sein. Für Erwachsene ist Nitrat meist nur wenig unmittelbar gesundheitsschädlich. Bei Säuglingen kann es jedoch problematisch werden, wenn der Körper daraus Nitrit bildet.
Auch für Haushalte in Ulm und Umgebung mit Gartenbrunnen ist eine Laboranalyse sinnvoll. Sie zeigt nicht nur den Nitratwert, sondern kann je nach Auftrag auch auf Keime und weitere Stoffe prüfen. Erst die Ergebnisse erlauben eine verlässliche Entscheidung darüber, wofür das Wasser genutzt werden sollte.
Wer mit Brunnenwasser Gemüse gießt, sollte zudem bedenken, dass Nitrat ein Pflanzennährstoff ist. Bei auffälligen Werten helfen Gesundheitsamt, Wasserbehörde oder ein zugelassenes Labor bei der weiteren Einschätzung.


