Bei einer Schwerpunktkontrolle des Zolls in Ulm und Göppingen hat fast jede zweite überprüfte Adresse weitere Ermittlungen ausgelöst. In Schwäbisch Gmünd stellte der Zoll bei einer getrennten Kontrolle eines Nagelstudios ebenfalls mögliche Verstöße fest.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Ulm prüfte am 26. September sieben Friseur-, Kosmetik- oder Nagelstudios in Göppingen und vier in Ulm. Dort trafen die Beamten 22 Beschäftigte an. Nach Angaben des Zolls ergaben sich bei etwa der Hälfte der elf Prüfungen Hinweise auf Schwarzarbeit oder mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn.
In einem Göppinger Betrieb konnten sich zwei vietnamesische Männer nicht ausweisen. Die Polizei stellte ihre Identität fest. Der Zoll leitete Verfahren wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit ein. Gegen den Arbeitgeber wird gesondert ermittelt.
In Schwäbisch Gmünd kontrollierten Zöllner am selben Tag ein Nagelstudio. Nach Zollangaben trafen sie dort vier Beschäftigte bei Schwarzarbeit an; zwei sollen zudem illegal beschäftigt gewesen sein. Ob sich die Vorwürfe bestätigen, klären die laufenden Ermittlungen. Es gilt die Unschuldsvermutung.


