BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat sich nach eigenen Angaben noch nie persönlich mit Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund über eine mögliche Zusammenarbeit ausgetauscht. „Wir haben noch nicht miteinander gesprochen“, sagte Wagenknecht den Sendern RTL und ntv.
Auf die Frage, ob sie mit ihm über wechselnde Mehrheiten sprechen müsse, verwies sie zunächst auf die Wähler. Wagenknecht kritisierte zugleich Siegmunds eigene Ansage, ohne absolute Mehrheit gar nicht erst als Ministerpräsident anzutreten. „Herr Siegmund hat ja selber klargestellt, wenn er nicht die absolute Mehrheit bekommt, dann will er gar nicht antreten, sondern überlässt der CDU das Amt des Ministerpräsidenten. Das halten wir für absolut falsch“, so die BSW-Politikerin.
Stattdessen forderte sie eine überparteiliche Persönlichkeit als Ministerpräsident, die auch Anliegen von AfD-Wählern aufgreift. „Wir wollen eine überparteiliche, akzeptierte Persönlichkeit, die allerdings für eine neue Politik steht. Sie muss die Anliegen der Menschen ernst nehmen, die jetzt AfD und auch uns wählen. Das sind teilweise Menschen, die ähnliche Anliegen haben. Sie wollen eine gesteuerte Migration, sie wollen nicht diese unkontrollierte Migration.“
dts Nachrichtenagentur


