Russlands Präsident Wladimir Putin hat die vorgesehene Stärke der Streitkräfte erneut angehoben. Künftig sind 2.441.630 Stellen vorgesehen, darunter 1.550.500 für militärisches Personal. Das sind 15.500 Soldatenstellen mehr als nach dem vorherigen Erlass vom Juli.
Der am 28. September unterzeichnete Erlass gilt sofort. Die Regierung soll die nötigen Mittel für das Verteidigungsministerium aus dem Staatshaushalt bereitstellen. Die Vorgabe beschreibt die genehmigte Personalstärke. Ob und wann alle Stellen besetzt werden, geht daraus nicht hervor.
Die Entscheidung fällt in den fortdauernden russischen Krieg gegen die Ukraine. Der Kreml stellt den Ausbau der Armee als notwendig für die nationale Sicherheit dar. Kritiker werten ihn dagegen als weitere Militarisierung und als Zeichen dafür, dass Russland langfristig auf eine Fortsetzung oder Verschärfung des Konflikts setzt.
Unmittelbare Folgen für Ulm oder Deutschland nennt der Erlass nicht. Die Aufstockung berührt jedoch die Sicherheitsdebatte in Europa und damit auch Diskussionen über Verteidigung und Abschreckung in Deutschland. Offen bleibt, wie Russland die zusätzlichen Stellen besetzen und einsetzen will.


