Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit ihren Maßnahmen gegen Moskau auf einen Krieg zuzusteuern. Anlass sind die deutschen Vorwürfe nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sowie anschließende Sanktionen.
Die Bundesregierung hatte Russland am 1. September für den versuchten Anschlag vom 4. August verantwortlich gemacht. Sie kündigte unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin an. Moskau weist die Anschuldigungen zurück und nennt sie unbelegt.
Lawrow verbindet seine Kritik auch mit Deutschlands Unterstützung für die Ukraine. Berlin erklärt dagegen, es helfe dem Land bei der Verteidigung gegen den russischen Angriff und sei keine Kriegspartei. Russland hatte die Ukraine im Februar 2022 großflächig angegriffen.
Für Ulm und die Region ergibt sich daraus kein eigener lokaler Vorgang. Wichtig ist die Debatte dennoch: Die Bundesregierung will den Schutz vor Drohnen, Sabotage und Cyberangriffen verstärken. Russland hat weitere Reaktionen angekündigt, darunter die Schließung von Goethe-Instituten im Land.


