Nach einer Störung an einem Umspannwerk im Rhein-Erft-Kreis sind fünf Braunkohleblöcke von RWE abgeschaltet worden. Betroffen waren Anlagen in Neurath und Niederaußem. Die Polizei geht nach bisherigem Stand davon aus, dass die Störung absichtlich verursacht wurde. Sie ermittelt wegen des Verdachts einer Straftat.
Auslöser waren nach Behördenangaben Kurzschlüsse, durch die mehrere Leitungen ausfielen. Wie die Tat abgelaufen sein könnte, welchen Schaden sie verursachte und wer dahinterstecken könnte, ist noch offen. Die Spurensicherung untersuchte den Bereich der Amprion-Anlage.
Amprion zufolge blieb die allgemeine Stromversorgung gesichert. Auch für Haushalte in Ulm und Umgebung sind bislang keine Auswirkungen bekannt. RWE erklärte, die betroffenen Blöcke hätten zum Zeitpunkt des Vorfalls Strom ins Netz geliefert. Nun müssen Netzbetreiber und Kraftwerksbetreiber die ausgefallene Leistung aus anderen Quellen ersetzen.
Die Polizei prüft zudem, ob es einen Zusammenhang mit einem Vorfall an Energieanlagen in Brandenburg gibt. Dafür gebe es bislang keine gesicherten Erkenntnisse.


