Der Dax ist am Freitag nach einem bereits freundlichen Start in den Tag bis zum Mittag weiter klar im Plus geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.510 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Das Allzeithoch im Dax ist zum Greifen nah“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Bei den Versuchen am Vormittag fehlten nur noch rund 20 Punkte. Die gute Stimmung in New York nach den Nvidia-Zahlen verhilft auch einigen Aktien im Dax zu neuer Dynamik. Zudem halten sich die Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende in Grenzen und machen dem langsamen, aber stetigen Kursanstieg des Gesamtmarktes in Richtung Allzeithoch bei 26.573 Punkten keinen Strich durch die Rechnung.“
„Die letzten Punkte dahin dürfte sich der Dax vor dem Wochenende allerdings schwer erarbeiten müssen und Fed-Chef Kevin Warsh darf am Nachmittag keine Störfeuer aus Jackson Hole nach Frankfurt schicken.“
„Auch die Investoren in Großbritannien versuchen zum Wochenschluss noch einmal, das Beste aus dem FTSE 100 herauszuholen, und fokussieren sich primär auf die Aktien der zyklischen Branchen und hohen Betas zum Gesamtmarkt. Weniger gefragt sind die klassischen defensiven Branchen, die derzeit ihre Absicherungseigenschaften nicht entfalten müssen.“
„Daher liegen auch zum Wochenschluss die Aktien der Rohstoffunternehmen wie Fresnillo, Antofagasta und Endeavour Mining auf der Gewinnerliste vorn. Das Handelsgeschehen dürfte in den letzten Stunden vor dem Wochenende eher in ruhigen Kursbahnen verlaufen, da weltweit gerade die Technologiewerte den Ton angeben und davon zu wenig im FTSE enthalten sind“, so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1642 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8590 Euro zu haben.
Der Goldpreis stieg leicht an, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.604 US-Dollar gezahlt (+0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 127,14 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 89,63 US-Dollar, das waren 7 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
dts Nachrichtenagentur


