Chinesische Automarken bauen ihre Position in Europa aus. Nach einer Analyse des Handelsblatts kamen sie von Januar bis Juli auf 8,7 Prozent aller europäischen Pkw-Neuzulassungen. 2021 hatte ihr Anteil noch bei 0,6 Prozent gelegen. Rund 780.000 Fahrzeuge chinesischer Marken wurden in den ersten sieben Monaten zugelassen.
Die Anbieter weiteten ihre Verkäufe zunächst vor allem in Süd- und Osteuropa sowie in Großbritannien aus. Nun rückt Deutschland stärker in den Fokus. Der deutsche Markt wuchs von Januar bis Juli insgesamt um fünf Prozent auf rund 1,75 Millionen neue Pkw. Ausländische Marken legten dabei um zwölf Prozent zu, wie der Branchenverband VDA mit KBA-Daten berichtet.
Industriekreise fürchten, dass ein stärkerer Preiswettbewerb europäische Hersteller zusätzlich belastet. Sinkende Gewinne könnten den Druck zum Sparen erhöhen, auch bei Zulieferern. Die chinesischen Anbieter setzen dagegen auf mehr Modelle und Händlernetze. Für Autokäufer in Ulm und Umgebung kann das eine größere Auswahl bedeuten. Ob Preise tatsächlich sinken, bleibt offen.
Wie dauerhaft sich die neuen Marken in Deutschland etablieren, wird sich an Verkäufen, Service und Wiederverkaufswert zeigen.
Nach Informationen des Handelsblatts


