Im Jahr 2025 haben 186.100 Personen in Deutschland Förderleistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), das sogenannte Aufstiegs-BAföG erhalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, ging die Zahl der Geförderten damit im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (-3.600 Fälle oder -1,9 Prozent).
Insgesamt wurde im Jahr 2025 im Rahmen des Aufstiegs-BAföG eine Fördersumme von 1,1 Milliarden Euro bewilligt. Die Fördersumme stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent. Mit dem Aufstiegs-BAföG werden Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt.
Das Aufstiegs-BAföG wird zum Teil als Zuschuss und zum Teil als Darlehen gewährt. Geförderte erhielten im Jahr 2025 im Durchschnitt einen Zuschuss in Höhe von 5.200 Euro, das waren 100 Euro mehr als im Vorjahr. Darüber hinaus wurden Darlehen in Höhe von durchschnittlich 1.800 Euro pro Person bewilligt, auch das waren 100 Euro mehr als im Jahr zuvor. Mit den Förderungsbeträgen können Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Lebensunterhalt und Kinderbetreuung sowie Materialkosten für ein Meisterprüfungsprojekt gefördert werden.
Im Jahr 2025 waren staatlich anerkannte Erzieher weiterhin der am häufigsten geförderte Fortbildungsberuf (52.000 Geförderte). Diese Gruppe machte etwas mehr als ein Viertel aller Geförderten aus (28 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der geförderten Erzieher um 6 Prozent zurück (-3.200 Fälle). Nach den Erziehern wurden die Berufe Industriemeister Metall (9.600 Geförderte) und Wirtschaftsfachwirt (9.100 Geförderte) am häufigsten gefördert.
Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz trat vor 30 Jahren in Kraft. Die erste vollständige Erhebung liegt für das Jahr 1997 vor. Die Zahl der Geförderten ist seitdem deutlich gestiegen: 1997 wurden 49.300 Personen mit dem Aufstiegs-BAföG gefördert. Im Jahr 2025 waren es 3,8-mal so viele (186.100 Geförderte). Die bislang höchste Gefördertenzahl war im Jahr 2022 zu verzeichnen (192.400 Geförderte).
Im Zeitverlauf hat der Frauenanteil unter den Geförderten deutlich zugenommen. So waren im Jahr 1997 nur 17 Prozent der Geförderten weiblich, im Jahr 2025 betrug der Frauenanteil 42 Prozent. Der bislang höchste Frauenanteil lag bei 44 Prozent in den Jahren 2022 und 2023.
dts Nachrichtenagentur


