Die unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, sieht die Rechte von Juden in Deutschland nur unzureichend geschützt. Wer jüdisches Leben in Deutschland wirklich schützen wolle, müsse auch die Rechte von Juden stärken, wenn sie sich gegen Diskriminierung wehren, sagte sie anlässlich des bevorstehenden Jahrestages des Hamas-Terrorangriffs auf Israel der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).
„Dafür muss der Schutz vor Diskriminierung verbessert werden, beispielsweise auch an Schulen und Hochschulen. Bislang klafft hier leider eine große Schutzlücke in der Gesetzgebung“, so die Antidiskriminierungsbeauftragte weiter.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat eine „Studie zu den Auswirkungen des terroristischen Anschlags am 7. Oktober 2023 auf jüdische und israelische Communities in Deutschland“ gefördert. Der Abschlussbericht wird in dieser Woche veröffentlicht. Ataman sagte mit Blick auf die Studienergebnisse: „Wer offen zugibt, jüdisch zu sein oder aus Israel zu kommen, riskiert existenzielle Konsequenzen: von der Benachteiligung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche über Verweigerung der Bedienung im Restaurant bis hin zu Mobbing in Kita und Klassenzimmer.“
dts Nachrichtenagentur


