Armut ist auch in Ulm ein Thema, obwohl sie im Alltag oft nicht sofort auffällt. Menschen mit geringem Einkommen müssen nach Angaben der Stadt bei unerwarteten Ausgaben wie einer kaputten Waschmaschine, Fahrkarten oder Freizeitangeboten besonders genau rechnen.
Die Stadt Ulm erstellt seit 2014 regelmäßig einen Armutsbericht. Grundlage sind Daten zu Leistungen nach SGB II und SGB XII, zu Asylbewerberleistungen sowie zu Wohngeld. Die Auswertung soll zeigen, wie sich Armut in den Stadtteilen und Sozialräumen entwickelt. Auch verdeckte Armut bleibt dabei ein wichtiges Thema.
Für Menschen mit wenig Geld gibt es in Ulm finanzielle Hilfen, Beratung und vergünstigte Angebote. Die LobbyCard richtet sich an Bürgerinnen und Bürger mit Sozialleistungen oder geringem Einkommen. Sie ermöglicht unter anderem Ermäßigungen und den Einkauf in Tafelläden. Die Stadt rät Menschen, deren Einkommen nicht reicht, mögliche Ansprüche auf Unterstützung prüfen zu lassen.


