Nach einem Bericht über Eckpunkte für ein neues AfD-Grundsatzprogramm soll Russland wieder Teil einer europäischen Sicherheitsordnung werden. Die Partei hält eine stabile Sicherheitsarchitektur in Europa ohne Russland demnach für nicht erreichbar. Zugleich soll Deutschland Mitglied der Nato bleiben.
Damit stellt die AfD die Linie infrage, die Deutschland nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eingeschlagen hat. Sie wirbt für eine stärkere Einbindung Moskaus. Die Partei fordert zudem seit Längerem engere wirtschaftliche Beziehungen und Gaslieferungen aus Russland.
Befürworter des bisherigen Kurses verweisen dagegen auf den Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Sicherheitsinteressen Deutschlands und Europas. In einer Bundestagsdebatte warnten Kritiker der AfD-Position, ein Erfolg Russlands könne Krieg als Mittel der Politik stärken.
Für Menschen in Ulm und der Region geht es um eine bundespolitische Weichenstellung: Bei einer Umsetzung wären Sanktionen, Energieimporte, die Ukrainehilfe und Deutschlands Rolle in der europäischen Sicherheit betroffen. Wie die endgültigen AfD-Leitlinien aussehen, ist noch offen.


