Für viele Handwerksbetriebe auf beiden Seiten der Donau bleibt die wirtschaftliche Lage schwierig. Die jüngsten Umfragen der Handwerkskammern Ulm und Schwaben zeigen zwar einzelne Lichtblicke, aber keinen breiten Aufschwung.
Im Bezirk der Handwerkskammer Ulm meldeten im dritten Quartal 44 Prozent eine gute Geschäftslage, 18 Prozent eine schlechte. Vor einem Jahr lagen die Werte bei 58 und zehn Prozent. Vier von zehn Betrieben berichteten von weniger Aufträgen, 38 Prozent von sinkenden Umsätzen. Mehr als 70 Prozent nannten höhere Einkaufspreise.
Für die kommenden Monate rechnen dort 18 Prozent mit einer Verbesserung, 24 Prozent mit einer Verschlechterung. Beim Personal überwiegt das Halten der Stellen: 84 Prozent planen keine Veränderung.
Auch im schwäbischen Handwerk, zu dem der Raum Neu-Ulm gehört, fehlt nach Angaben der Kammer ein breiter Auftrieb. 82 Prozent bewerten ihre Lage als gut oder befriedigend, 18 Prozent als schlecht. Neun Prozent erwarten bessere Geschäfte, 19 Prozent schlechtere. Positiver fällt die Lage im Ausbaugewerbe aus; bei Handwerken für den gewerblichen Bedarf ist sie deutlich schwächer. Die Kammern sehen vor allem nachlassende Aufträge und Kosten als Belastung.


