Mercedes-Benz will sein Abfindungsprogramm in Deutschland voraussichtlich im Dezember wieder starten. Es richtet sich nach Angaben des Unternehmens an indirekte Bereiche wie Verwaltung, Entwicklung und Produktionsplanung. Die unmittelbare Produktion ist demnach nicht Teil des Programms.
Das Handelsblatt berichtete von möglichen Abfindungen bis 330.000 Euro. Eine öffentlich bestätigte Staffel der neuen Angebote liegt bislang nicht vor. Nach früheren Medienberichten schieden aus dem vorherigen Programm rund 5.500 Beschäftigte aus; einzelne Zahlungen lagen bei mehreren Hunderttausend Euro.
Der Konzern beschreibt den Schritt als freiwilligen und sozialverträglichen Weg, Kosten zu senken und den Umbau zu finanzieren. Beide Seiten müssen einem Ausscheiden zustimmen. Beschäftigtenvertreter warnen dagegen vor dauerhaften Stellenverlusten und wachsendem Druck auf die Belegschaft.
Für Beschäftigte und Zulieferer auch in der Region Ulm ist die Entwicklung ein Signal: Sparpläne großer Hersteller können den Arbeitsmarkt der Autoindustrie beeinflussen. Konkrete Folgen für Betriebe vor Ort sind nicht bekannt. Wie viele Stellen Mercedes diesmal abbauen will, hat der Konzern noch nicht genannt.


