BMW lässt Beschäftigte deutscher Standorte regelmäßig zum neuen Werk im ungarischen Debrecen reisen. Nach Informationen des Handelsblatts fliegen sie seit Monaten mehrmals pro Woche aus München, weiteren bayerischen Werken und Leipzig nach Ungarn. Sie sollen den Produktionshochlauf unterstützen und Beschäftigte vor Ort schulen.
BMW erklärt, internationale Einsätze seien beim Anlauf neuer Werke und Modelle vorgesehen. Ihr Umfang hänge davon ab, wie weit ein Standort entwickelt sei. Neben der Qualifizierung in Debrecen soll Wissen aus dem neuen Werk in das gesamte Produktionsnetz zurückfließen.
Befürworter werten das als nötige Hilfe beim Aufbau von Kapazitäten. Kritiker sehen mögliche Belastungen durch zusätzliche Reisen und fragen, wie deutsche Arbeitsplätze langfristig gesichert werden. Aus den Einsätzen allein lässt sich keine Aussage über die künftige Beschäftigung an deutschen Standorten ableiten.
Für Ulm und die Region nennt der Bericht keine unmittelbare Folge. Der Fall zeigt aber, wie eng deutsche Werke beim Aufbau neuer Produktionsstandorte im Ausland eingebunden sind.
Nach Informationen des Handelsblatts


