Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas und Japans mehrere ballistische Raketen in Richtung Osten abgefeuert. Sie sollen aus dem Raum Pjöngjang gestartet sein und im Japanischen Meer, auch Ostmeer genannt, niedergegangen sein.
Südkoreas Generalstab meldete, mindestens ein Geschoss sei mehr als 900 Kilometer weit geflogen. Japans Verteidigungsministerium registrierte mindestens zwei Starts. Nach japanischen Angaben fielen die Raketen außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes ins Meer. Welcher Raketentyp eingesetzt wurde, wird noch untersucht.
Seoul und Tokio sehen die Starts als ernste Belastung für die Sicherheit in der Region und bereiten sich auf mögliche weitere Tests vor. Nordkorea äußerte sich zunächst nicht. Damit bleibt offen, welchen Zweck die jüngsten Starts hatten.
Die Abschüsse verschärfen die ohnehin angespannte Lage auf der koreanischen Halbinsel. Für Menschen in Ulm und der Region ist der Vorfall vor allem ein weiteres Signal für die unsichere Sicherheitslage in Ostasien. Ballistische Raketentests Nordkoreas verstoßen nach Einschätzung der Vereinten Nationen gegen bestehende Beschlüsse des Sicherheitsrats.


