Die CDU-Spitze berät am Sonntag und Montag in Berlin über die Folgen jüngster Wahlniederlagen und schwacher Umfragewerte. Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz steht dabei unter Druck, den Kurs der Partei zu erklären und neue Schwerpunkte zu setzen.
Kritiker in der Union verlangen eine politische und teils auch personelle Korrektur. Sie wollen, dass die CDU stärker auf Sorgen im Alltag eingeht, etwa bei Preisen, Arbeitsplätzen und Sicherheit. Andere warnen davor, die Debatte vor allem als Personalfrage zu führen, und setzen darauf, dass die Bundesregierung ihre Reformen umsetzt.
Umstritten ist auch der Umgang mit der AfD. Einige Unionspolitiker wollen die bisherige Abgrenzung überprüfen. Andere halten daran fest: Eine Zusammenarbeit mit der AfD solle ausgeschlossen bleiben.
Für Ulm und die Region hat die Klausur zunächst keine unmittelbare Folge. Die Ergebnisse können aber den Kurs der Bundesregierung beeinflussen und damit spätere Entscheidungen betreffen, die bundesweit gelten.


