Ueberschrift: Ostdeutsche bleiben in Spitzenpositionen selten
Ostdeutsche sind in wichtigen Führungspositionen weiter deutlich seltener vertreten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Der Elitenmonitor ermittelte 2024 über zwölf Bereiche hinweg einen Anteil von 12,1 Prozent. Ostdeutsche stellen rund ein Fünftel der Bevölkerung.
Dabei gibt es große Unterschiede: In Politik und Verwaltung stieg ihr Anteil, in Wirtschaft und Kultur ging er laut Erhebung zurück. Soziologe Michael Hartmann sagt, außerhalb von Politik und politisch angebundener Verwaltung kämen Ostdeutsche in Spitzenämtern auf unter zehn Prozent.
Die Bundesregierung sieht Handlungsbedarf. In obersten Bundesbehörden stieg der Anteil ostdeutscher Führungskräfte laut Ostbeauftragter von 13,9 Prozent 2022 auf 16,3 Prozent. Mit jeder höheren Führungsebene sinkt er jedoch.
Befürworter gezielter Förderung halten verbindliche Vorgaben bis hin zu Quoten für nötig, da sie ohne Druck kaum Veränderungen erwarten. Kritiker lehnen Herkunft als Auswahlkriterium ab und fordern Besetzungen allein nach Eignung und Leistung.


