In der Demokratischen Republik Kongo sind seit Beginn des Ebola-Ausbruchs Mitte Mai 8.067 Infektionen bestätigt worden. Nach Daten des Gesundheitsministeriums starben bis zum 26. September 3.901 Erkrankte. Betroffen sind sieben Provinzen und 63 Gesundheitszonen.
Ausgelöst wird der Ausbruch durch das Bundibugyo-Virus. Für diesen Ebola-Erreger gibt es bislang keinen zugelassenen speziellen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Weltgesundheitsorganisation unterstützt die Behörden beim Testen, bei der Behandlung, bei der Suche nach Kontaktpersonen und bei Schutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen.
Die WHO stuft das Risiko innerhalb des Kongo als sehr hoch ein. Für Länder außerhalb der afrikanischen Region und weltweit bewertet sie es weiterhin als niedrig. Für Menschen in Ulm und Umgebung ergibt sich daraus nach dieser Einschätzung kein Hinweis auf eine besondere Gefahr im Alltag.
Die Lage bleibt dennoch angespannt: Es fehlt nach Angaben von Behörden und Hilfsorganisationen an medizinischem Personal. In besonders stark betroffenen Gebieten sinken die Fallzahlen teils, während sie andernorts weiter steigen. Klinische Studien sollen zudem klären, ob vorhandene Impfstoffe oder Medikamente gegen den Erreger helfen können.


